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Broome (ca. 10'200 Einwohner) ist eine der touristischsten Städte in Westaustralien und zeichnet sich durch ein tropisches Klima und eine relaxte Atmosphäre aus, was auch viele einheimische Urlauber nach Broome zieht. Die Hauptsaison dauert von Mai bis September, dann sind die Temperaturen erträglich, zwischen Oktober und April/Mai ist es sehr schwül und heiss, bei Temperaturen um 400C und 95% Luftfeuchtigkeit. 2 Wochen, bevor wir nach Australien abgereist sind, hat ein Zyklon die Gegend südlich von Broome verwüstet, Auswirkungen davon haben wir auch noch 2 Wochen später in Broome bemerkt. Bevor wir am nächsten Tag unseren Campervan bei Maui abholten, wollten wir noch die relaxte Atmosphäre in Broome geniessen. Die Stadt ist weit auseinandergezogen und hat breite Strassen. Als Fussgänger kommt man sich dabei ziemlich verloren vor. Da unser Hotel etwas ausserhalb war, ging es eine Weile, bis wir das kleine Zentrum um Chinatown und Streeters Jetty erreicht hatten. Bemerkenswert im Zentrum von Broome sind vorallem Sun Pictures, ein Freiluftkino, das bereits 1916 eröffnet wurde (und damit das wahrscheinlich älteste Freiluftkino Australiens, wenn nicht gar der Welt ist) und einige Gebäude und Museen, die an die Vergangenheit und Gegenwart von Broome als wichtiges Zentrum der Perlenindustrie erinnern. Am Abend machten wir erste Bekanntschaft mit den Mücken Nortwestaustraliens. Unser Anti-Brumm, das wir aus der Schweiz mitgebracht hatten, haben wir nach dieser ersten Erfahrung tief unten in unseren Koffern verstaut und uns geschworen, uns am nächsten Tag im Supermarkt nach was Stärkerem umzuschauen. Am nächsten Tag war es soweit, wir konnten bei Maui "unseren" 4x4 Campervan (Toyota Landcruiser) übernehmen. Nach Erledigung des Papierkrams und einer Instruktion, wo sich was befindet und wie funktioniert, ging es los. Unser erster Stop galt dem Supermarkt, wo wir uns mit Lebensmitteln, einem wirksamen Mittel gegen Insekten (Aeroguard, mit DEET) und einigen anderen nützlichen Dingen eindeckten, danach ging es weiter zum Tourist Information Office. Dort hat sich bestätigt, was wir befürchtet hatten oder eigentlich schon wussten. Ein grosser Teil der Gibb River Road war aufgrund der sehr starken Regenfälle kurz vor der Trockenzeit noch unpassierbar und deshalb gesperrt. So wie die Situation zu diesem Zeitpunkt aussah, sollte sie auch nicht vor Ende Mai für den Verkehr freigegeben werden. Unsere erste Nacht verbrachten wir im Cable Beach Caravan Park an der Cable Beach, einem 22 km langen und sehr breiten Sandstrand, der sich ca. 6 km westlich vom Stadtzentrum von Broome befindet. Am nächsten Tag beschlossen wir, da die Gibb River Road nicht passierbar war, dafür einen Abstecher zum Cape Leveque zu machen. Bevor wir die Fahrt zum Cape Leveque antraten, besuchten wir Gantheaume Point am S|dende von Cable Beach, dessen eindrucksvollen, roten und braunen Felsen durch Winderosion zu merkwürdigen Gebilden geformt worden sind. Das Cape Leveque ist die äusserste Spitze der Dampier Peninsula und ist über eine 220 km lange Sandpiste zu erreichen. Fast das gesamte Gebiet der Dampier Peninsula gehört zu einem Aboriginal-Reservat und ist sehr ursprünglich. Unterwegs haben wir einige Dingos gesehen. Unseren Beschluss, nach Cape Leveque zu fahren, haben wir nicht bereut. Wir haben auf dem Campingplatz des Kooljaman-Resorts übernachtet. Den fantastischen Sonnenuntergang werden wir nie vergessen. Die untergehende Sonne hat die rote Farbe der Felsen richtiggehend zum Glühen gebracht. Am nächsten Tag haben wir den ungefähr 7 km langen 4WD-track entlang des Strandes zum Hunters Creek in Angriff genommen. Das Fahren auf Sand erfordert schon einiges an Konzentration, es ist, als ob man auf Glatteis fahren würde. Es war grossartig - wir, ganz alleine, um uns herum nur Sand - manchmal weiss, manchmal rötlich - Dünen, vereinzelt Palmen, über uns der tiefblaue Himmel. Am nächsten Tag haben wir in Broome nochmals unsere Vorräte aufgefrischt , bevor es am Tag darauf entlang des Great Northern Highway in Richtung Kimberleys weiterging.
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