North Parks / Darwin PDF Drucken

Der Kakadu Nationalpark war unser nächstes Ziel. Der Name "Kakadu" ist abgeleitet von einer Aboriginal-Sprache namens "Gagudju", die noch anfangs des 20. Jahrhunderts in dieser Region gesprochen wurde. Der Park bietet sowohl in Bezug auf kulturelle Sehenswürdigkeiten wie auch in Bezug auf die Natur und Tierwelt enorm viel. Der Park ist in sieben Gebiete aufgeteilt: South Alligator Area, Jabiru Area, East Alligator Area, Nourlangie Area, Yellow Water Area, Mary River Area und Jim Jim Area. Unser erster Besuch galt dem Warradjan Aboriginal Cultural Center, welches viele interessante Informationen über die Kultur der Aboriginal im Gebiet des Kakadu Nationalparks liefert.  
Da die Regenzeit auch hier noch deutliche Spuren hinterlassen hat, waren einige Teile des Parks leider noch nicht befahrbar, so konnten wir zum Beispiel die Jim Jim Falls nicht besuchen, und einige Wanderwege waren nur teilweise begehbar.  
Wir verbrachten 2 Tage im Park und haben dabei fantastische Aboriginal Art Sites (Wandmalereien) gesehen, so zum Beispiel Nourlangie Rock und Ubirr Rock (von dem aus man übrigens eine fantastische Aussicht über die Wetlands hat), aber auch Billabongs (Teiche), deren Oberfläche voll mit Wasserlilien war.  
Der Litchfield Nationalpark liegt praktisch gegenüber vom Kakadu Nationalpark, auf der anderen Seite des Stuart Highways. Er ist ein beliebtes Wochenend-Ausflugsziel für die Einwohner von Darwin und ist vorallem für seine vielen Wasserfälle bekannt. Auf der Fahrt dorthin haben wir einige kleine Buschfeuer beobachtet, die um diese Jahreszeit, so kurz nach der Regenzeit, absichtlich gelegt werden, um den grossen Buschfeuern in der späten Trockenzeit die Nahrung zu nehmen.  
Viele der Wasserfälle haben noch sehr viel Wasser geführt und die Pools waren teilweise noch nicht freigegeben zum Baden. Doch wir haben doch noch einige schöne, gemütliche Badeplätze gefunden (siehe Bild). Auf dem Rückweg nach Darwin sind wir an den Magic Termite Mounds vorbeigefahren, grosse Termitenhügel die in einem offenen Feld stehen und sich deshalb vor der Sonne schützen müssen. Das tun sie, indem sie genau von Süd nach Nord ausgerichtet sind, um der Sonne möglichst wenig "Angriffsfläche" zu bieten. Es hatte einige Riesen-Hügel darunter die mehrere Meter hoch waren.  
In Darwin gaben wir zunächst unseren Campervan ab (Maui hat sich kulant gezeigt und uns AUD 300.- zurückerstattet für die Umstände, die wir wegen der Panne hatten) und bezogen dann unser Hotel. Darwin (ca. 70'000 Einw.) ist die Hauptstadt des Northern Territory und gleichzeitig die nördlichste Stadt des ganzen Kontinents. Das Klima hier ist tropisch, geprägt durch unbarmherzige Hitze in der Trockenzeit, extrem hohe Luftfeuchtigkeit, sintflutartige Regenfälle und Wirbelstürme in der Regenzeit. Abkühlen im Meer ist aber nicht ganz unproblematisch, denn an vielen Stränden und zu bestimmten Jahreszeiten ist das Baden wegen des gefährlichen Box Jelly Fish und den Salzwasserkrokodilen unmöglich. Im Laufe des letzten Jahrhunderts wurde die Stadt durch mehrere Wirbelstürme sowie durch Luftangriffe während des Zweiten Weltkrieges fast völlig zerstört. Aus diesem Grund gibt es kaum historische Bauwerke mehr zu besichtigen und ein Rundgang durch die Innenstadt ist in zwei Stunden beendet. Der Lebensryhtmus ist langsam in Darwin, dem tropischen Klima angepasst. Die Stadt eignet sich übrigens auch gut, um sich nach der Reise mit Aboriginal Kunst einzudecken - Didgeridoos, Boomerangs, Bilder, etc., etc..  
Noch ein Wort zur Tierwelt. Von den vielen giftigen und wirklich gefährlichen Tieren haben wir zum Glück keine gesehen, doch dafür ab und zu mal ein Kaenguruh, schöne Echsen, viele Froesche, diverse Papageienarten, Wellensittiche und Kookaburras. Es ist schon ein schönes Gefühl, wenn man zum ersten Mal in der freien Wildbahn ein Kaenguruh sieht.....
Unser Urlaub ist nun leider (fast) zu Ende, doch bevor wir zurück in die Schweiz flogen, haben wir noch einen Stopp in Singapur eingelegt.

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