Amantani - Titicaca See PDF Drucken

Der erste Stopp unseres 2-taegigen Ausflugs zu den Inseln Amantani und Taquile im Titicacasee waren die schwimmenden Inseln der Uro. Fast alles auf diesen Inseln besteht aus Schilf - die Inseln selbst, die Boote und die Häuser.

Die Uro leben heute vorwiegend vom Tourismus und vom Fisch- und Vogelfang. Die Inseln, die von den Touristenbooten angefahren werden, sind ziemlich touristisch, sie wurden extra zu diesem Zweck gebaut, auf der Strecke von Puno nach Taquile. Trotzdem ist ein Besuch dieser Inseln immer noch ein besonderes Erlebnis.

Weiter ging die Fahrt über den Titicaca-See nach Amantani, wo uns die Familien, die eine Unterkunft zu vergeben hatten, schon am Hafen erwarteten. Die Besucher wurden auf die Familien verteilt und den Nachmittag verbrachten wir bei "unserer" Familie, Paulino mit seiner Frau und ihrer Tochter Nelly. Unser Zimmer war gross und sauber und bestand aus 2 Betten mit Strohmatrazen und einem Tisch. Das WC befand sich im Hinterhof, wo sich ebenfalls ein Wasserhahn befand, was wir aber erst bei unserer Abreise entdeckten. Strom gab es keinen (trotz den Strommasten und der Glühbirne im Zimmer). Nach dem Mittagessen - Quinoa Soup, Kartoffeln, Oca und Eier - trafen wir uns wieder mit den anderen Touristen unserer Gruppe und wanderten auf den höchste Hügel der Insel (4130 m.ü.M.), von wo aus wir die schöne Abendstimmung und den Sonnenuntergang genossen. Nach Einbruch der Dunkelheit wurde es schnell bitterkalt und wir waren froh um die Mützen, die uns Paulino in die Hand gedrückt hat, bevor wir losmarschierten. Der Sternenhimmel auf dieser Höhe, auf einer Insel ohne Strom mitten im Titicaca-See, ist einfach atemberaubend schön!

Das Nachtessen nahmen wir in der Küche, einem kleinen Raum aus Lehm, das nur von dem Licht einer Kerze erhellt wurde, zusammen mit der Familie ein. Wir sahen nicht, was wir assen (wahrscheinlich Quinoa-Soup und eine Art Kartoffelbrei), doch es schmeckte gut. Neben der Familie befand sich noch ein wenige Tage altes Lämmchen im Raum, das von seiner Mutter verstossen wurde und von der Familie nun mit der Flasche aufgezogen wird. Die Einheimischen auf Amantani leben hauptsächlich vom Fischfang, vom Anbau von Kartoffeln, Oca und Getreide, sowie der Schafzucht. Es wird Quechua gesprochen, doch die meisten, glücklicherweise auch Paulino und Nelly, sprechen auch Spanisch.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen brachte uns Nelly zum Hafen, wo wir wieder auf den Rest unserer Gruppe trafen. Unsere nächste Station war Taquile. Der ca. 45-minuetige Spaziergang vom Bootsanleger bis zur Plaza Principal war wunderschön. Es herrschte eine schöne Stimmung, die Sonne glitzerte auf dem Titicaca-See und der Weg führte durch die Terrassenfelder. Taquile ist um einiges touristischer als Amantani, doch auch hier leben die Einheimischen noch sehr traditionell. Auf Schritt und Tritt begegnet man strickenden Männern und spinnenden Frauen in ihrer Tracht.

Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca
Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca
Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca
Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca
Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca Amantani - Titicaca
Amantani - Titicaca