Cusco PDF Drucken

Am Flughafen von Cusco, der ehemaligen Hauptstadt des Inkareiches, erwartete uns eine Musikgruppe, die traditionelle Andenmusik spielte. Wir waren sehr gespannt auf Cusco, von dem wir gelesen haben, das es die schönste und abwechslungsreichste Stadt Peru's sein soll.

Doch unser Tatendrang wurde etwas gedämpft durch die Tatsache, dass es bei unserer Ankunft regnete und dass wir die Höhe, auf der Cusco liegt, nämlich 3'430 m, etwas unterschätzt haben. Leichtes Kopfweh und Müdigkeit plagten uns die ersten 1 bis 2 Tage, doch wir gewöhnten uns danach schnell daran. Auch der Regen hat sich schnell verzogen und Sonnen und Wolken platzgemacht, was oft wunderschöne Stimmungen hervorbrachte.
Unsere Unterkunft, das Hostal Amaru, lag recht zentral in der Calle San Blas, unweit des berühmten 12-eckigen Steins, der Teil des längsten und besterhaltenen Mauerrest der Inka-Architektur Cuscos ist. Den Tag unserer Ankunft in Cusco verbrachten wir damit, uns einen ersten Überblick zu verschaffen und die Ausfluege in's Valle Sagrado und nach Machu Picchu zu organisieren. Es machte uns Spass, in Cusco einfach so durch die Gassen zu schlendern, einen Coca-Tee oder ein Kaffee zu trinken an der wunderschönen Plaza de Armas, die Kirchen und Museen zu besichtigen oder einfach die Leute zu beobachten. Wenn die Sonne schien, war es tagsüber recht warm, doch ohne Sonne, und vorallem Abends und Nachts, wurde es bitterkalt.

Saqsaywaman, eine über 2,5 ha grosse ehemalige Festungsanlage der Inkas, liegt oberhalb Cusco's und ist gut zu Fuss erreichbar in ca. 30 Minuten. 20'000 bis 40'000 Menschen sollen an dieser maechtigen Anlage während rund 70 Jahren gebaut haben. Am besten erhalten sind die 3 terrassenförmig übereinandergebauten Mauerwälle, von denen jeder mehrere Meter hoch ist und aus riesigen Steinblöcken besteht. Der grösste dieser Steine ist unglaubliche 9 x 5 x 4 m gross und wiegt ca. 350 Tonnen! Von Saqsaywaman aus hat man eine schöne Aussicht auf Cusco.

Um das Valle Sagrado de los Incas, welches durch die Fruchtbarkeit und das milde Klima von sehr wichtiger Bedeutung fuer die Inkas war, zu besuchen, schlossen wir uns einer organisierten Tour an. Mit dem Minibus ging es zuerst nach Pisaq, wo wir den berühmten Markt besuchten. Der traditionelle Markttag ist der Sonntag. Die Marktfrauen aus der Umgebung bieten Gemüse und Früchte aller Art an, es wird jedoch oft nicht mit Geld bezahlt, sondern Tauschhandel betrieben. Es war sehr interessant, über den Markt zu schlendern und die Einheimischen beim Handeln zu beobachten.

Nach einem Mittagessen in Ollanta besuchten wir die Festung Ollantaytambo, die wie ein Adlerhorst am Berg "klebt". Am späten Nachmittag ging es weiter nach Chinchero, wo wir die Kirche, die auf alten Inkamauern erbaut wurde, besichtigten, sowie den unvermeidlichen Touristenmarkt, etwa den fünften am heutigen Tag. Die Stimmung mit dunklen Wolken und Sonne am späteren Nachmittag war wiedermal phänomenal.

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