Manu Teil 1 PDF Drucken

Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise war der Abstecher in den Manu Nationalpark, welcher 1973 gegründet wurde und eines der grössten ursprünglichen Urwaldgebiete der Erde ist.

Der Park ist insgesamt fast 1,9 Mio ha gross und erstreckt sich von einer Höhe von 200 m bis 4100 m.ü.M. und umschliesst 3 unterschiedliche Oekosysteme: die Puna (Hochland mit spaerlicher Vegetation), den Bosque nuboso (Nebelwald) sowie die Selva tropical (Regenwald Amazoniens). Der Nationalpark ist in 3 Zonen unterteilt: der Zona cultural (öffentliche Zone oder Kulturzone), Zona experimental (Versuchs- oder Pufferzone) und der Zona natural (Natur- oder Sperrzone). Die meisten Touristen-Lodges befinden sich in der Zona cultural. In die grösste Zone (1.5 ha), die Zona natural, dürfen nur Wissenschaftler und Anthropologen mit einer speziellen Genehmigung reisen, Touristen haben keinen Zutritt.

Wir haben unsere Tour in den Manu-Nationalpark bei Amazon Trails Peru in Cuzco gebucht. Puenktlich um 6 Uhr früh wurden wir von Edgar, dem Koch, abgeholt. Dann wurden noch der dritte Reiseteilnehmer, Andres aus Madrid, sowie unser Guide, Jimmy, abgeholt, und die Reise konnte losgehen. Die ca. 12 Stunden dauernde Fahrt führte uns durch das Hochland bis über 4100 m.ü.M., wo wir diverse Stops machten (prä-Inka-Begräbnistürme, Kolonialstädtchen Paucartambo), über den Nebelwald bis in den Regenwald, genauer nach Pilcopata, wo wir in einer einfachen Lodge übernachteten. Bei einem Spaziergang durch den Nebelwald hatten wir die Gelegenheit, Vögel zu beobachten, z.B. Quetzals und Andenklippenvoegel, den Nationalvogel Peru's. Obwohl die Fahrt sehr lange dauerte, war sie sehr abwechslungsreich und interessant und die Zeit ging sehr schnell vorbei. Der Besitzer der Lodge in Pilcopata hatte ein Faultier Baby als Haustier (ca. 6 Monate alt), welches sehr süss und anhänglich war. Der Besitzer hat es von jemanden gekauft, der die Mutter des Faultiers getötet hatte, damit er mit dem Baby Geld machen kann, was uns noch lange beschäftigte, weil es so brutal ist. Am Arm eines Touristen zu hängen ist doch nicht vergleichbar mit dem Rücken der Mutter.

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