Paraia - Las Vegas PDF Drucken

Der Buckskin Gulch ist ein weiterer Slotcanyon, der im Gebiet der "Paria Canyon-Vermillion Cliffs Wilderness" liegt.

Wir haben uns für den Zugang via Wire Pass Canyon entschieden und beschlossen deshalb, kurz bei der Paria River Ranger Station zwischen Page und Kanab halt zu machen und uns nach dem Strassenzustand der Schotterstrasse, die zum Trailhead führt, zu erkundigen.  
Ebenfalls auf dem Gebiet der "Paria Canyon-Vermillion Cliffs Wilderness" befinden sich die Coyote Buttes North mit der "Wave", jener wunderbaren Sandsteinformation, die an eine Welle erinnert. Da der empfindliche Boden der Coyote Buttes North und der Wave durch zu viele Besucher zerstört werden würde, ist der Zugang zu diesem Gebiet auf 10 Leute pro Tag beschränkt und nur mit Permit möglich. Wir haben schon vor unserer Reise uebers Internet versucht, ein Permit zu bekommen, doch es war chancenlos. Die Permits sind jeweils schon auf Monate hinaus vergeben. So wagten wir kaum zu fragen, als wir in der Paria Ranger Station waren, doch zu unserer grossen Freude wurde uns verkündet, das es zufälligerweise fuer den nächsten Tag noch zwei Permits übrig habe!
 
Wir fuhren trotzdem schon am selben Tag zum Wire Pass Trailhead, der übrigens auch der Trailhead für die Coyote Buttes North ist, um durch den Wire Pass Canyon zum Buckskin Gulch zu wandern. Wir sahen nur einen kleinen Teil des Buckskin Gulch, der mehrere Kilometer lang ist und damit wahrscheinlich der längste Slot Canyon überhaupt ist. Wir mussten unser Wohnmobil auf der ca. 14 Kilometer langen Schotterstrasse nach ca. 6 km stehen lassen (wegen einer zu tiefen Mulde in der Strasse) und den Rest der Strasse, die über einen Pass führt, mit dem Mountainbike bewältigen. Die Nacht verbrachten wir auf dem White House Campground, einem wunderschönen Campground, den wir für uns alleine hatten.

Am nächsten Tag machten wir uns wieder auf den Weg zum Wire Pass Trailhead, wohl oder übel wieder mit dem Mountain Bike und schmerzverzerrten Mienen (unsere Hinterteile hatten die Fahrt vom Tag zuvor nicht vergessen....). Der Weg zu der Wave ist nicht ausgeschildert und nur schwer zu finden. So will man vermeiden, dass Leute ohne Permit dorthin gelangen und die wunderbare Landschaft zerstört wird. Der Weg wird vom Ranger anhand von Fotos erklaert, ausserdem wird eine Karte abgegeben. Wir haben leider nicht so genau zugehört und hingeschaut bei der Wegbeschreibung und uns zu sehr auf die Karte verlassen, die allerdings unbrauchbar ist ohne genauere Wegbeschreibung, wie wir später feststellten. Nur dank einem hilfsbereiten Wanderer, der uns dann den Weg nochmal kurz beschrieb, haben wir nach 2 Stunden und einigen gereizten Auseinandersetzungen die Wave doch noch gefunden. Ein Traum ging für uns in Erfüllung. Alles Übrige sagen die Fotos aus. Ausser uns befanden sich an diesem Tag nur 3 weitere Leute in den Coyote Buttes North.

Dies war der krönende Abschluss unseres Urlaubes im Südwesten der USA. Via Zion National Park fuhren wir zurück nach Las Vegas, von wo aus wir am 26. Oktober zurück in die Schweiz flogen.

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