Santiago PDF Drucken

Iquique
24.2.2006

Nach einer fast schlaflosen Nacht (unsere Zimmernachbarn haben bis 4 Uhr morgens Fernseh geschaut, telefoniert und diskutiert) und einem äusserst dürftigen Frühstück haben wir als erstes wiedermal einen Cortado im Club Croatia getrunken.Obwohl wir sonst nicht viel gemacht haben ging der Tag recht schnell vorbei. Wir stellten fest, dass es nicht ganz einfach ist, eine Unterkunft in Auckland zu buchen (unsere Favoriten waren schon ausgebucht!), aber schlussendlich ist es uns doch gelungen. Am Abend haben wir uns noch einen frischen Zopf in der Panaderia Suiza gekauft, als Frühstück für den folgenden Tag.

Santiago de Chile
25.2.2006

Wieder konnten wir kaum schlafen. Die Zimmer im Hostal Cuneo in Iquique sind, wie in den meisten Hostales in Chile, sehr ringhörig. So bekommt man alles mit, was in den anderen Zimmern rundherum so geschieht..... Via Antofagasta fliegen wir nach Santiago. Der erste Eindruck von der Stadt, den wir während des Transfers zum Hostal Patio Suizo bekommen, ist überraschend gut. Nach einer kurzen Pause im Patio Suizo gehen wir zu Fuss ins Barrio Bella Vista, einem schönen Quartier mit vielen Bars und Restaurants, und schlendern dort etwas herum. Der gute erste Eindruck, den wir von Santiago erhalten haben, bestätigt sich. Zum zNacht gibt es ein feines Steak vom Grill im Patio Suizo. Armin vom Patio Suizo ist ein hervorragender Grillmeister!
26.2.2006
Wir machen einen Streifzug durch das Zentrum von Santiago - Plaza de Armas, Cerro Santa Lucia, Moneda, etc. - und essen in einem der schönen Restaurants im Quartier Bella Vista ein spätes Mittagessen.
27.2.2006
Mit U-Bahn und Bus fahren wir nach Valparaiso, wo sich auch der grösste Hafen Chiles befindet. Die Stadt verteilt sich über mehrere Hügel, auf die man mit uralten Liften (der jüngste ist ca. 80 Jahre alt!) fahren kann. Vorallem auf dem Cerro Alegre und dem Cerro Constitucion hat es viele sehr bunt angemalte, schoene Häuser. Von den Hügeln hat man auch eine sehr schöne Aussicht über die Stadt.
28.02.2006
Für heute haben wir einen Besuch des Weingutes Concha y Toro in Pirque, ausserhalb von Santiago, geplant. Vorher machten wir uns jedoch im Quartier Providencia noch auf die Suche nach einen Coiffeur für Christian. Es war für Christian wohl das erste Mal seit fast 20 Jahren dass jemand anderes als seine Schwägerin Irene ihm die Haar schnitt und für mich amüsant zu beobachten. Als Uebersetzerin musste ich natürlich dabei sein.....
Mit U-Bahn und Taxi schafften wir es in letzter Minute puenktlich um 15 Uhr (Tourbeginn) vor den Toren von Concha y Toro anzukommen. Concha y Toro ist der grösste Weinproduzent in Chile und entsprechend kommerziell ist auch die Tour gestaltet. Man besichtigt zuerst das alte Wohnhaus der Familien Concha y Toro und dann die Weinterassen, bevor man den ersten Wein probieren kann, einen Casillero del Diablo Carmenere. Danach besichtigt man den Weinkeller und bekommt die Story mit dem Teufel zu hören, die Don Melchor erfunden hat, um Weindiebe von seinem Keller fernzuhalten und am Schluss kann man noch einen Don Melchor Cabernet Sauvignon probieren, dem besten Wein von Concha y Toro (uns hat jedoch der Casillero del Diablo besser geschmeckt).
1.3.2006
Heute geht unser Flug nach Auckland, Neuseeland - allerdings erst spät abends, nach 23 Uhr. Also müssen wir die Zeit bis dahin irgendwie überbrücken. Wir entscheiden uns für eine Fahrt mit der Bahn auf den Cerro San Cristobal, von wo aus man eine schöne Aussicht über Santiago hat. Leider war es ziemlich dunstig, und wir konnten die Andengipfel leider nicht sehen, die man an klaren Tagen sehen kann. Dafuer haben wir uns einen Mote con Huesillos gegönnt - Zuckersaft, mit darin gekochten Pfirsichhälften und Weizen, eiskalt serviert. Schmeckt besser als es tönt, und ist auch recht nahrhaft.
Danach haben wir La Chascona besucht, das ehemalige Wohnhaus des Dichters Pablo Neruda. Die Räume verteilen sich ueber mehrere Gebäude und sind eng und verwinkelt, vollgestopft mit vielen Sammelobjekten - Don Pablo war ein leidenschaftlicher Sammler, der alles gesammelt hat - Gallionsfiguren, Glasflaschen, Puppen, afrikanische Schnitzereien, etc.. Pablo Neruda liebte das Meer und viele Raäme sind der Form von Schiffen nachempfunden und viele Einrichtungsgegenstände stammen aus Schiffen.
Nach einem späten Mittagessen im Quartier Bellavista gingen wir zurück ins Patio Suizo, wo wir uns vor dem langen Flug nach Auckland noch erfrischen und ausruhen konnten.

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