Torres del Paine Trekking -Tag 6-9 PDF Drucken

18.12.2005 - Tag 6
Unglaublich - als wir um 6 Uhr aufstanden, erwartete uns ein wunderschöner, aber kalter, Tag. Um 8 Uhr starteten wir zur "Königsetappe" über den Paso Garner (1250 Meter). Die ersten 1,5 Stunden führten uns durch Schlamm und Sumpf, was recht mühsam war, danach durch Geröll und Schneefelder zum Pass, den wir ca. 3,5 Stunden später erreichten.Vom Pass aus bot sich uns ein toller Ausblick über den gewaltigen Grey Gletscher und die dahinter liegenden Berge. Der Abstieg führte zuerst ziemlich steil bergab durch den Wald, dann in einem stetigen auf und ab am Campamento Paso und Campamento Los Guardas vorbei zum Refugio Grey, welches wir gegen 18 Uhr ziemlich K.O. erreichten.Kurz vor dem Campamento Los Guardas passierten wir die gefährliche Stelle - ein Flussbett, ca. 6 - 10 Meter tief, dessen fast senkrechte Wände mit losem Geröll und Felsbrocken uebersäht waren und nur durch notdürftig zusammengezimmerte Leitern gesichert wurde. Das Flussbett selbst war teilweise durch mit Sand bedecktem Schnee zugeschüttet, was die Sache noch zusätzlich gefährlich machte. Der Ranger, den wir auf der anderen Seite dann getroffen haben, hat uns nachdrücklich versichert, dass die Situation wirklich gefährlich sei und jederzeit weitere Erdrutsche niedergehen koennten, weshalb der Weg auch geschlossen sei. Eigentlich müssten sie auf der anderen Seite des Circuito auch einen Ranger postieren, dachten wir uns, oder zumindest die Leute am Eingang etwas nachdrücklicher vor der Gefahr warnen. Wir haben die Stelle jedoch gemeistert und genossen am Abend den Sonnenuntergang am Lago Grey.

19.12.2005 - Tag 7
Die lange Etappe vom Tag zuvor machte sich heute bemerkbar. Die 4-stündige Strecke zum Refugio Pehoe schafften wir nur mit Mühe, die Beine und der Rücken schmerzten gewaltig. Beim Refugio Pehoe war schon wieder ziemlich viel mehr Betrieb und es war schon fast schwierig, einen anständigen Platz fuer unser Zelt zu finden.

20.12.2005 - Tag 8
Wir beschlossen, heute mit leichtem Gepäck zu reisen. Wir liessen das Zelt stehen und packten einen Rucksack mit dem nötigsten und machten uns auf zum Valle Frances, von wo man einen tollen Blick zu den Cuernos del Paine haben soll. Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Cuernos hüllten sich in Wolken und es regnete ständig leicht, weshalb wir kurz vor dem Campamento Britanico kehrtmachten.

21.12.2005 - Tag 9
Zum letzten Mal brachen wir unser Zelt ab - was fast schief ging, denn in einem unachtsamen Moment wurde das Zelt von einer Windböhe erfasst und flog in hohem Bogen Richtung Lago Pehoe davon. Im letzten Augenblick haben wir es noch erwischt, während sich die Leute in der Cafeteria des Refugio köstlich über uns amüsiert haben. Mit dem Catamaran fuhren wir ueber den Lago Pehoe, wo uns auf der anderen Seite der Bus zurück nach Puerto Natales erwartete. Während der Fahrt über den See hatten wir nochmal einen schönen Blick zu den Cuernos.
Damit endete nach 120 km unser Trekking durch den Nationalpark Torres del Paine.

22.12.2005
Ruhetag in Puerto Natales

Torres del Paine Torres del Paine Torres del Paine Torres del Paine Torres del Paine
Torres del Paine Torres del Paine Torres del Paine